Wertvoll, gesund, schmackhaft und vielseitig

Ihre Heimat – Bio und Fair Trade tut allen gut!

Die Kokospalme liebt die Wärme, es handelt sich um einen tropischen Baum, der viel Wasser benötigt. Man findet Kokospalmen voranging in Asien. Zu den größten Produzenten zählen die Philippinen und Indonesien. Aber auch aus Thailand, Sri Lanka, Indien, Brasilien und anderen Ländern werden Kokosfrüchte oder Kokosprodukte nach Europa importiert. Trotz ihres Namens ist die Kokosnuss übrigens gar keine richtige Nuss, sie gehört botanisch zu den Steinfrüchten. Die Kokosnüsse wachsen und reifen das ganze Jahr über an der Palme. Eine durchschnittliche Jahresernte einer Palme beträgt zwischen 40 und 80 Früchten, unter optimalen Bedingungen auch mehr.

Für die am Herkunftsort lebende Bevölkerung stellt die Kokospalme sowohl eine Nahrungs- als auch eine Rohstoffquelle dar.
Da es sich für uns nicht um regionale Produkte handelt, sollten wir umso mehr darauf achten, dass ein biologischer Anbau und Fair Trade-Richtlinien eingehalten werden. Dadurch wird nicht nur der Einsatz von Pestiziden verhindert, es wird ebenfalls auf nachhaltigeren Anbau geachtet. Außerdem können sich die Anbauer vor Ort so ihren Lebensunterhalt sichern, ohne selbst durch den Einsatz von Chemikalien gefährdet zu werden.

Tausendsassa Kokosnuss

Die Kokosnuss ist vielfältig einsetzbar. Allein zu Nahrungszwecken kennt man beispielsweise Kokoswasser, Kokosmilch, Kokosfett, Kokosöl, Kokosfleisch und Kokospulver.

Himmelsnektar Kokoswasser

Um Kokoswasser zu erhalten, müssen die noch unreifen, grünen Früchte geerntet werden. Sie enthalten das begehrte Nass im Inneren, die Nussschalen sind noch nicht so dick und kräftig ausgebildet, wie man es von der „alten“, ausgereiften Nuss kennt. Auch hat sich das Fruchtfleisch noch nicht zu der dicken, härteren weißen Schicht entwickelt, die man für gewöhnlich als Kokosfleisch kennt. In einer Nuss können gut und gerne 200 – 300 ml Kokoswasser enthalten sein.
In der jungen Nuss ist das Fruchtfleisch meistens noch sehr dünn und fein, stellenweise geleeartig. Das köstliche junge Fruchtfleisch, welches nach dem Trinken des Wassers aus der frischen Frucht übrig bleibt, ist ein Genuss, der einen ins Schwärmen bringen kann. Am besten wird es direkt aus der Schale gelöffelt, wie ein Dessert. Ist das Fruchtfleisch schon etwas fester, lassen sich aus dem sorgfältig herausgelösten elastischen Fruchtfleisch tolle Speisen, herzhafte wie süße, zubereiten. Übrigens lässt sich das Fruchtfleisch auch sehr gut auf Vorrat einfrieren.

Da junge Kokosnüsse bei uns nicht einfach erhältlich sind, kannst du alternativ auf abgefülltes Kokoswasser, auch in guter Bio-Qualität erhältlich, zurückgreifen.
Mit der Reifung der Kokosnuss wird der Fleischanteil immer dicker und fester, während der Kokoswasseranteil immer geringer wird und seine Süße verliert. An der Konsistenz des Fruchtfleisches erkennst du also, wie jung eine Kokosnuss ist.

Köstliches Kokosfleisch: frisch oder getrocknet

Die bei uns nahezu überall erhältliche ausgereifte, braunfaserige Kokosnuss kennen wir durch ihr frisches, festes Kokosfleisch. Es besitzt einen Wasseranteil von 40-50% und ist saftig und lecker. Abgepacktes, getrocknetes Kokosfleisch enthält nur noch ca. 5 % Wasser. Man kennt es in Form von Kokosraspeln, -flocken, -chips und –mehl. Das getrocknete Kokosfleisch wird Kopra genannt.

Gesund und köstlich: Kokosöl und Kokosfett

Der Fettanteil in Kopra kann bis zu 70 % betragen. Aus Kopra wird Kokosfett, synonym auch Kokosöl, gewonnen. Kokosfett enthält viele gesättigte mittellange Fettsäuren, in der Hauptsache Laurinsäure. Ihr wird eine antientzündliche Wirkung zugeschrieben.
Kokosfett liegt bei Raumtemperatur in fester Form vor, wie immer bei Fetten mit einer großen Anzahl gesättigter Fettsäuren. Steigt die Temperatur, fängt es bei ca. 25°C an zu schmelzen. In seiner flüssigen Form wird es als Kokosöl bezeichnet.
Es kann hervorragend zum Backen, Braten und Frittieren verwendet werden, der Rauchpunkt liegt mit ca. 200 °C sehr hoch, es entstehen keine giftigen Substanzen beim Erhitzen.
Kokosöl schmeckt fein nach Kokosnuss und ist auch gegen trockene Haut ein kleines Wundermittel. Es zieht sehr schnell ein, riecht angenehm und pflegt, ohne stark nachzufetten. Auch für die Haarpflege kann es eingesetzt werden. Bei einem Kokosöl in Rohkostqualität handelt es sich natürlich um eine besondere Kostbarkeit.
Möchte man das Kokosfett zum Kochen verwenden, jedoch keinen Kokosgeschmack im Essen haben, so gibt es biologische Anbieter eines Kokosspeisefettes, das desodoriert wurde. Das bedeutet, dass in einem schonenden Verfahren der Kokosgeschmack durch eine Vakuum-Wasserdampf-Behandlung entfernt wird. Übrig bleibt ein neutrales Fett mit den gleichen Kocheigenschaften wie zuvor, es wurden nur die flüchtigen Geschmacks- und Geruchssubstanzen entogen. Achtung, dadurch handelt es sich nicht mehr um ein Rohkostprodukt.
Auch hier kann nur empfohlen werden, ein bio-zertifiziertes Produkt zu erwerben, da es auch andere, weit weniger schonende und weniger gesunde Mög- lichkeiten gibt, Fette zu desodorieren. Auf gebleichte, raffinierte und gehärtete Fette sollte dringend verzichtet werden.

Kokosmilch – sahniger Genuss

Kokosmilch ist als Lebensmittel schon lange bekannt und beliebt, sie wird hergestellt aus Kokosfleisch, dem sehr heißes Wasser zugegeben wird, bis das Fleisch zerfällt. Daraus wird die Kokosmilch gepresst. Unter Zugabe von Wasser kann ein bestimmter Fettgehalt eingestellt werden. Nicht homogenisierte Kokosmilch erkennt man daran, dass sich eine Fettschicht absetzt, die oben einen festeren Pfropf bildet.

Kokos, ein Alleskönner – wertvoll für unsere Gesundheit

Kokosfett wurde aufgrund seines hohen Gehalts an gesättigten Fettsäuren lange Zeit kritisch beäugt. Dies hat sich in den letzten Jahren deutlich geändert. Einer der bekanntesten Befürworter der Kokosfettnutzung ist Dr. Bruce Fife. Für ihn ist klar, dass Kokosfett zwar nicht die Cholesterinwerte senkt, wie das für mehrfach ungesättigte Fettsäuren nachgewiesen ist, aber das Verhältnis von HDL- zu LDL- Cholesterin verbessert. Kokosfett führt dazu, dass der HDL-Wert ansteigt, was als positiv im Bezug auf Herzinfarkte und arteriosklerotische Veränderungen gesehen wird.

Der Einsatz von Kokosöl oder –fett wird ebenfalls positiv bewertet in Bezug auf die Alzheimerprophylaxe, da die mittelkettigen Triglyceride (MCT),
die im Kokosfett vorhanden sind, in Ketonkörper verwandelt werden können. Kokosfett enthält in großer Menge Laurinsäure, aber auch Capryl- und Caprinsäure.

Dr. Sandra Artinger

Wenn du mehr über die Bedeutung der MCT erfahren möchtest, findest du hier weitere Informationen.

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