Dr. med. Ulrich Bauhofer, Annelie Bauhofer
Lichtbaden
Der einfachste Weg zu mehr Gesundheit
Südwest Verlag, 20,00 €

Dieses Buch und ein Interview mit Dr. Bauhofer habe ich für unsere Märzausgabe vorgesehen. Da wir nun aber mitten in der dunklen Jahreszeit stecken, möchte ich die Gelegenheit nutzen, es euch jetzt schon zu empfehlen.
Auch im Winter lässt sich häufig die Sonne blicken und wie wichtig und sinnvoll es ist, dieses kostbare Licht zu nutzen, erfährst du in diesem interessanten Buch.
Auf unserer Website haben wir auch schon das Interview für dich bereitgestellt, falls du nicht bis März warten willst…

Teresa-Maria

Die Wiederentdeckung des Sonnenlichts für die Gesundheit

Wir verbringen 90% des Tages in geschlossenen Räumen. Bis spät am Abend sind Computer, Smartphones und Fernseher mit überwiegend blauen Lichtwellen im Einsatz. Doch was macht dieser Lebenswandel eigentlich mit unserem Körper?

Der renommierte Arzt Dr. Bauhofer hat bei seinen Patienten festgestellt, dass sie den Tag künstlich verlängern und gegen ihre innere Uhr leben – mit teils schwerwiegenden Folgen. Denn aktuelle Studien belegen, dass ein Mangel an natürlichem Licht den Biorhythmus aus dem Gleichgewicht bringt und vielfältige Krankheiten wie Depressionen, Diabetes, Fettleibigkeit und sogar Herzleiden verursachen kann.

In diesem Ratgeber klären der Mediziner und die Journalistin deshalb umfassend auf: Neben neuesten Erkenntnissen über die Lichttherapie verraten sie die besten Tipps, um im Einklang mit der inneren Uhr zu leben und gesund zu bleiben.

Interview

Bis ins Frühjahr herrscht die dunkle Jahreszeit, und wir genießen nur wenig das lebenswichtige natürliche Licht. Doch warum ist Licht so wichtig und was müssen wir bei natürlichem und künstlichem Licht beachten und wissen? Der Münchner Arzt Dr. Bauhofer, einer der führenden Ayurveda-Spezialisten außerhalb Indiens, und seine Frau, die Journalistin Annelie Bauhofer, haben in ihrem aktuellen Ratgeber ‚Lichtbaden‘ alles Wissenswerte rund um das Thema Licht zusammengestellt. Sie klären umfassend über den neuesten Stand zu Vitamin D auf, lüften das Geheimnis, wie die innere Uhr tickt und beleuchten ausführlich die lebensverlängernde Qualität von gesundem Schlaf. Sie berichten über die faszinierenden Forschungsergebnisse zu Mikrobiom und Bauchhirn, die ebenfalls von der Master Clock gesteuert werden und geben Tipps, wie man all die wissenschaftlichen Fakten alltagstauglich umsetzt.

Weshalb ist Sonnenlicht lebensnotwendig?
Alles Leben kommt von der Sonne und ihrem Licht. Ohne Licht gäbe es keinen Sauerstoff und keine Nahrung. Wenn wir atmen, atmen wir letztlich Licht, und wenn wir essen, beißen wir in die Sonne. Die Sonne ist also grundsätzlich unser unersetzbarer Lebensspender.

Warum ist Licht der große Taktgeber?
Durch die „Lichtschalter“ in den Augen, das sind Rezeptoren auf der Netzhaut, die die Helligkeit messen, erfährt die innere Uhr, welche Stunde geschlagen hat. Daran liest sie ab, wie sie die hochkomplexen Vitalfunktionen unseres Körpers steuern muss. Ohne den Taktgeber Licht, der ihr sagt, ob es Tag oder Nacht, Vormittag oder Abend ist, kann sie ihre Aufgaben nicht optimal ausführen.

Wie viel Licht brauchen wir?
Wir brauchen tagsüber genug helles Sonnenlicht, damit sich unsere innere Uhr, die im Nucleus suprachiasmaticus im Hypothalamus unseres Gehirns sitzt, am Licht synchronisieren kann. D.h. sie arbeitet zwar endogen, also unabhängig von äußeren Einflüssen, braucht aber den 24-Stunden-Hell-dunkel-Zyklus, um rund zu laufen. Abends hingegen ist die Master Clock, wie man sie auch nennt, auf Dunkelheit angewiesen. Wenn weniger Licht in die Augen dringt, signalisiert sie der Zirbeldrüse, ihren Botenstoff, das Schlafhormon Melatonin auszuschütten. Dann fährt der Organismus sozusagen herunter und kann all die lebenswichtigen Reparaturprogramme in Gang setzen, die nachts ablaufen. Wenn wir tagsüber acht Stunden im Büro sitzen, erreicht uns nicht genug Licht. Dafür vergewaltigen wir uns am Abend, wenn unser System zur Ruhe kommen will, mit hellen LED Lichtern. Die Master Clock kommt so gehörig durcheinander.

Gibt es eine Faustregel, wie wir die innere Uhr optimal bedienen?
Mittags im Sommer badet uns die Natur in 130 000 Lux. Lux gibt an, wie viel Licht wirklich bei uns ankommt. Im Büro herrschen etwa 500 Lux vor. Daran kann man sehr einfach den Unterschied ablesen. Wir verordnen uns praktisch moderne Dunkelhaft, wenn wir den ganzen Tag nicht rauskommen. Das Sonnenbad in der Mittagspause ist eine Wohltat für den ganzen Organismus. Oder mit einem Walk&Talk Meeting, schlagen wir fünf Fliegen mit einer Klappe: 1. wir nehmen ein Lichtbad; 2. kommen an die frische Luft; 3. bewegen uns und regen die Gehirndurchblutung sowie die kognitiven Fähigkeiten an; 4. wir verbessern unsere Laune und 5. führen unsere Besprechung.

Welche Krankheiten bewirkt ein Mangel an natürlichem Licht?
Zum Beispiel Depression, Herzleiden, Diabetes mellitus, Fettleibigkeit, aber auch Osteoporose oder Abwehrschwäche.

Warum ist Vitamin D3 unersetzlich für unsere Gesundheit? Und wie ist eine gute Versorgung garantiert?
Vitamin D ist das einzige Vitamin, das der Körper selbst bilden kann. Aber dazu braucht er Licht. Es wird durch UV-B Strahlung unter der obersten Hautschicht gebildet, deshalb müssen wir ungeschützt in die Sonne gehen. Vitamin D führt ein Doppelleben: es agiert als Vitamin und ist in dieser Funktion z.B. für den Knochenstoffwechsel unersetzlich. Aber es kann sich auch in ein Hormon verwandeln und z.B. die Bildung des körpereigenen Antibiotikums anregen. Doch mindestens 60 % der Bevölkerung leiden unter deutlichem Vitamin-D-Mangel. Im Winter steht die Sonne zu tief, um eine ausreichende Vitamin-D-Produktion zu garantieren, deshalb sollte man in der dunklen Jahreszeit gezielt Vitamin D einnehmen. Im Sommer gilt folgende Faustregel: 25 % der Körperoberfläche soll täglich zwischen 10 und 16 Uhr bis zur persönlichen Rötungsgrenze ungeschützt Licht tanken dürfen. 25 % wären Gesicht, Dekolleté, Unterarme und Hände.

Ungeschützt in die Sonne? Haben wir nicht genau das Gegenteil gelernt?
Wir müssen umdenken. Sich Sonnenschutz schon im Hotelzimmer aufzutragen ist falsch. Wir sollten die Eigenschutzzeit unseres individuellen Hauttyps genau kennen und diese Minuten ausreizen, um die Vitamin D Herstellung sicherzustellen. Beim nordeuropäischen Typ z.B. sind das 10 – 20 Minuten. Selbstverständlich muss man die Haut danach sorgfältig eincremen.

Brauchen ältere Menschen mehr Sonnenlichtlicht als jüngere?
Ältere Menschen brauchen deutlich mehr Licht als junge, weil die Haut weniger Vitamin D produziert, aber auch die Augen eintrüben und weniger Licht bei der inneren Uhr ankommt.

Der Arzt und Autor Dr. med. Ulrich Bauhofer gilt als führender Experte für Stressbewältigung und Energiemanagement. Als erster westlicher Mediziner war er vor über 35 Jahren an der wissen-schaftlichen Fundierung der jahrtausendealten ayurvedischen Heilkunde beteiligt und leitete über 10 Jahre die größte Ayurveda Klinik in Europa. Neben seiner Praxis in München, hält er international Vorträge und Seminare und berät Unternehmen und Führungskräfte. Lichtbaden hat er gemeinsam mit seiner Frau, der Journalistin Annelie Bauhofer, geschrieben, die u.a. für das ZDF und Focus gearbeitet hat. www.lichtbaden.de (ab Mitte Dezember 2018 online) https://www.drbauhofer.de

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Hier kannst Du nachlesen, wie Du das umstellen kannst.

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