Das Gras wachsen sehen – ein Gastbeitrag der Eschenfelder GmbH

Gräser für Grassaft ganz einfach selbst anziehen

Kräftig knackig grün und etwa 15 Zentimeter hoch – so sieht Weizengras kurz vor der Ernte aus. Ernte? Kenner wissen: Verschiedenste Gräser eignen sich bestens für das Herstellen von Grassaft. Und der ist ein wirklicher Gesundbrunnen mit Heilwirkung. Frisch hergestellt und in Maßen genossen kann er als Lebensmittel oder Heilmittel mit therapeutischer Wirkung genutzt werden.

Viele Tiere, die in Freiheit leben, ernähren sich nahezu ausschließlich von Gras. Von den über 4700 bekannten Grasarten ist keine giftig. Während im antiken China der Saft von Weizengras im Frühling als Stärkungsmittel und zur Blutreinigung eingenommen wurde, hält Grassaft bei uns nur zögerlich Einzug. Menschen haben sich schon immer eher von den Samen der Gräser ernährt und tun dies bis heute.

Dr. Earp Thomas isolierte aus frischen Weizengrassaft über 100 Stoffe, darunter alle bekannten Mineralstoffe in höherer Konzentration als in den Samen selbst.

Besonders auffällig ist der hohe Gehalt an Chlorophyll in Getreidegräsern. Er liegt bei circa 70 %. Dr. Bircher-Benner nannte Chlorophyll den „eingefangenen Sonnenschein“. 1851 verwies der Wissenschaftler Dr. Verdeil auf die chemische Ähnlichkeit von Hämoglobin und Chlorophyll. Für seine Arbeiten „Über den strukturellen Aufbau der Blut- und Pflanzenfarbstoffe und für die Synthese des Hämins“ wurde der deutsche Chemiker und Mediziner Dr. Hans Fischer 1930 mit dem Nobelpreis für Chemie geehrt.

Wundermittel Chlorophyll?

Schon im Altertum wurden die grünsten Pflanzen zur Wundheilung verwendet und bis heute ist die Wirkung von zum Beispiel Spitzwegerichbrei bekannt, um bei äußerlicher Anwendung Hautgeschwüre und Hautverletzungen zu heilen. In den 1940er Jahren wurden weitere entgiftende und wundheilende Eigenschaften von Chlorophyll entdeckt und in den USA Kaugummis und Zahncremes zugesetzt. Bis heute beschäftigt sich die Ernährungsforschung mit der Wirkung von sekundären Pflanzenstoffen, die in Obst, Gemüse und Nüssen enthalten sind. Dass ein hoher Verzehr an Gemüse und Obst das Erkrankungsrisiko an Herz-Kreislauf Erkrankungen, Krebs, Adipositas, Asthma und vielen anderen Krankheiten senkt, ist durch zahlreiche Studien belegt. Und trotzdem sind viele sekundäre Pflanzenstoffe und deren Wirkung noch weitgehend unerforscht. Während die Forschung sich bisher vorwiegend auf Pflanzenstoffe der Klassen der Carotinoide, Phytosterine, Glucosinolate, Polyphenole und Phytoöstrogene konzentriert hat, liegen noch wenige Untersuchungen zu Saponinen, Monoterpenen, Sulfiden, Phytinsäure und auch Chlorophyll vor.

Das Gras wachsen lassen – ohne Erde

Gras wächst gewöhnlich auf Wiesen und braucht dafür Licht, Wasser und guten Boden. Guten Boden? Erde? Für den heimischen Anbau von Gras gibt es verschiedene Varianten: Die Grasanzucht mit und ohne Erde. Letztere bietet große Vorteile, denn sie kann ganz einfach und hygienisch umgesetzt und die Wurzeln können mitgeerntet werden. Zum einfachen Anziehen von Weizengras ohne Erde, sollten Weizenkörner zuvor in einem Sprossenglas (zum Beispiel im Eschenfelder Sprossenglas) acht bis zehn Stunden in Wasser eingeweicht und zwei bis drei Tage „ankeimen“. In dieser Zeit werden die Keimlinge wie zur Anzucht von Sprossen behandelt. Wenn die Wurzeln circa einen halben Zentimenter lang sind, werden die Keimlinge auf einem dafür geeigneten Keimgerät (zum Beispiel einem Eschenfelder Weizengrassieb – Weizengrasanbau ohne Erde) gleichmäßig verteilt. Das Sieb wird in die Schale gesetzt, die den Wurzeln genug Raum zum Wachsen bietet und in den ersten Tagen des Keimprozesses mit einem Teller abgedeckt. Dabei sollte der Teller nicht direkt auf den Keimlingen liegen. Damit die Sprossen nicht austrocknen und das Wachstum ungestört erfolgen kann, werden Keimlinge und Wurzeln täglich mit Wasser abgespült bzw. Wasser in das Gefäß gefüllt und in diesem etwas stehengelassen.

Dies bewirkt, dass eine Schimmelbildung im Bereich der Körner unterdrückt wird. Das Wasser sollte nach kurzer Zeit abgegossen werden. Wichtig für das Wachstum und für die Bildung von Chlorophyll ist, dass das wachsende Gras immer im Licht steht; zeitweise kann es auch direktem Sonnenlicht ausgesetzt sein. Nach zehn bis vierzehn Tagen in der Schale ist das Gras 12 bis 15 Zentimeter hoch gewachsen und erntereif. Jetzt muss es nochmals gründlich gespült werden und kann nun abgeschnitten werden.

Weizengrasanzucht ohne Erde – die Vorteile:

  • die nährstoffreichen Wurzeln können mitgeerntet werden

  • Wurzeln erhöhen die Saftausbeute

  • der milde Wurzelgeschmack rundet den herben Grassaft geschmacklich ab.

  • die Weizengrasanzucht ohne Erde ist hygienisch und einfach umsetzbar

Die Gras- und Wurzelernte kann in einer geeignetet Tüte oder einer Dose drei

bis vier Tage im Kühlschrank gelagert werden.

Herb und gesund: Grassaft

Grassaft ist herb und vom Geschmack gewöhnungsbedürftig. Anders als bei Fruchtsäften, sollte vom grünen Saft zunächst löffelchenweise probiert und nur geringe Mengen getrunken werden. Mit einer entsprechenden Saftpresse kann die Tagesportion täglich frisch hergestellt werden. Wichtig: Grassaft sollte immer sofort nach dem Pressen konsumiert und nicht mit Fruchtsäften aus sauren Früchten oder Zitrusfrüchten verdünnt werden. Das Verdünnen mit anderen Fruchtsäften, kohlesäurefreiem Wasser oder Tee ist empfehlenswert, um den herben Geschmack etwas zu mildern.

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